„Den Faschismus mit Stumpf und Stiel ausgerottet? Das antifaschistische Selbstverständnis der DDR und die lange Geschichte des Judenhasses“
Eine Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit dem Historiker und Autor Sebastian Voigt,
am 15. April, 18 Uhr.
Die DDR verstand sich als antifaschistischer Staat. Doch was war darunter konkret zu verstehen? Welche Faschismusdefinition lag diesem Anspruch zugrunde, und welche Rolle spielte dabei der Antisemitismus?
Der Historiker Sebastian Voigt ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte München–Berlin und Privatdozent an der Ruhr-Universität Bochum.
In seinem Vortrag geht er diesen Fragen nach und beleuchtet, wie in der DDR über Nationalsozialismus, Faschismus und die Ermordung der europäischen Jüdinnen und Juden gesprochen wurde, aber auch, welche Aspekte ausgeblendet oder anders gewichtet wurden als in der Bundesrepublik. Dabei wird der erinnerungspolitische Umgang mit der Shoah ebenso betrachtet wie die Spannungen zwischen antifaschistischem Anspruch und real existierendem Antisemitismus.
Eingeordnet wird dies in die lange Geschichte des Judenhasses von der Antike über den christlichen Antijudaismus bis zum modernen Antisemitismus, der im Nationalsozialismus seinen radikalsten Ausdruck fand. Zugleich wird der Blick auf die Gegenwart gerichtet, in der antisemitische Gewalt und Feindbilder weiterhin eine gesellschaftliche Herausforderung darstellen.
Im Anschluss an den Vortrag besteht Gelegenheit zu Fragen und zur Diskussion. Die Moderation übernimmt Dr. Marco Nase.
Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.
Vortrag: Wir fahr`n an die Küste - Als Beat & Rock nach Usedom und Wolgast kamen
Dietrich Gildenhaar begibt sich auf eine musikalische Zeitreise zu den Auftritten von Beat- und Rockgruppen der DDR in Wolgast und auf Usedom.
Im Mittelpunkt stehen Auftritte legendärer Formationen wie den Puhdys, Karat und City sowie weiterer Bands. Vorgestellt werden auch Veranstaltungsorte der Region und Erinnerungen an Konzerte, bei denen Beat und Rock erstmals an der Küste zu hören waren.
Der Eintritt zur Veranstaltung kostet 5 €
Ausstellung
Wikingergold - Schatzpolitik seit 1800
Die Wanderausstellung thematisiert die spektakulären Goldschätze von Hiddensee und aus dem norwegischen Hoen und fragt nach ihrem politischen und kulturellen Bedeutungswandel: Wer beansprucht dieses Erbe, und wie wurde und wird es präsentiert?
Ergänzend werden Repliken der Goldschätze von Hiddensee und Peenemünde gezeigt.
Die originalen Goldringe von Peenemünde wurden Anfang des 20. Jahrhunderts im damaligen Wolgaster Stadtforst entdeckt.
Ausstellung
Gesichter der Freizeit
Eine Fotoausstellung von und mit Schülerinnen und Schülern der Heberleinschule und des Runge-Gymnasiums Wolgast
Das Jugendmedienprojekt „Gesichter der Freizeit“ porträtiert junge Wolgasterinnen und Wolgaster und zeigt, wie sie ihre Zeit nach der Schule gestalten. Die Fotografien geben einen selbstbewussten Einblick in ihre vielfältige Freizeitwelt – zeigen ihr Engagement, ihre Begeisterung und die Dinge, die sie mit ihrer Heimatstadt verbinden.
Besonders spannend ist der Ansatz, dass die Jugendlichen ihre Hobbys selbst fotografisch inszenieren und in einem Dokumentarfilm berichten zu lassen. So lädt die Ausstellung ein, ihren persönlichen Blick auf Freizeit und Lebenswelt in Wolgast zu teilen.


