Museen der Stadt Wolgast

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Von Wolgast in die Welt


Der Aufstieg Wolgasts zu einer beachtlichen Seehandelsstadt begann im 18. Jahrhundert.

Reeder- und Kaufmannsfamilien wie Runge und Rassow, später Homeyer und Wallis unterhielten eigene Handelsflotten, die vom Heimathafen Wolgast vor allem pommersches Getreide in die Welt exportierten. Zurück kamen unter anderem Tabak, Farbholz und Geschichten, die es wert sind erzählt zu werden.

Die Sonderausstellung „Von Wolgast in die Welt“ spürt diesen Geschichten nach. Vom Kiellegen der Segelschiffe in Wolgast, über riskante Hochseefahrten bis zur glücklichen Heimkehr oder dem tragischen Untergang.

Herzstück der Sonderausstellung ist ein Gemälde des berühmten Wolgaster Marinemalers Willy Stöwer, das zum ersten Mal öffentlich gezeigt wird: „Im Winterlager (aus meinen Knabenjahren)“ ist eine Hommage Stöwers an die untergegangene Seehandelsstadt.



 

 

Neuer Medienraum mit digitalem Schlossmodel


Wo heute nur noch der Name “Schlossinsel” an die Pracht vergangener Tage erinnert, erhob sich einst eines der schönsten Renaissanceschlösser Norddeutschlands.

Über 500 Jahre herrschte hier die Greifendynastie, und das Wolgaster Schloss musste den Vergleich mit Stettin und Schwerin nicht scheuen. Es war Anziehungspunkt für Gelehrte und Herrscher gleichermaßen.

Seit April 2022 können Einwohner*innen und Gäste zum ersten Mal das versunkene Schloss selber in Augenschein nehmen. Im Stadtgeschichtlichen Museum Wolgast kann die digitale Rekonstruktion bestaunt werden.

Mehr noch: Mit historischen Karten, Ansichten und Zeitzeugenberichten aus den Archivbeständen in Stockholm, Stettin, Greifswald und Berlin bietet der neue Medienraum des Stadtmuseums die umfangreichste Datenbank zur Wolgaster Residenz der Pommernherzöge.


 


 

Romantik unter Druck - Hartmut Piniek


„Romantik unter Druck“ im Geburtshaus Philipp Otto Runges?

Mit diesem herausfordernden Titel macht Hartmut Piniek neugierig auf den Besuch in der Wohnzimmergalerie des Rungehauses.

Acht Werke, sieben im Druckverfahren als Holz- und Linolschnitte erstellt, und ein großformatiges Ölgemälde des Künstlers sind hier bis zum 30. Oktober ausgestellt. Sie geben Einblick in die Ideen- und Schaffenswelt von Hartmut Piniek.

Er selbst ist gebürtiger Wolgaster und hat in Leipzig studiert. Bis 1998 war er Dozent an der dortigen Hochschule für Grafik und Buchkunst. Das Schöpfen aus dem tiefsten Inneren, der eigenen Gefühlswelt und des Kunstwillens, in ideeller Einheit von Individuum und Universum, die der Kunst der Romantik zu eigen ist, inspirierte Hartmut Piniek zu seinem Werk.

Er selbst schreibt dazu:

„Sämtliche meiner Arbeiten basieren auf einem Grundthema: In inhaltlicher Ausrichtung nach Unendlichkeit und Transzendenz soll sich ein zukünftiges Bewusstsein und Ehrfurcht vor dem Dasein ausdrücken.“

 

 

 

Saisonstart in der Gertrudenkapelle


Öffnungszeiten

St. Gertrud

Mai bis Oktober

Mo & Do: 11-15 Uhr



 

 

Vorpommersche Fischerteppiche auf dem Weg zum Kulturerbe


Das Teppichknüpfen hat in den vorpommerschen Fischerdörfern eine lange Tradition. Doch erst mit dem Fischfangverbot von 1928 und dem schlagartigen Wegbrechen der Haupteinnahmequelle der Fischerfamilien wurde das Teppichknüpfen durch Rudolf Stundl professionalisiert und besonders in Freest erwerbsmäßig organisiert. Zu DDR-Zeiten waren es vor allem Knüpferinnen, die Stranddistel, Anker, Greifen und Fischmotive aufwändig in die Teppiche knüpften. Besonders das Dreifischmotiv ist bis heute beliebt und hat einen hohen Wiedererkennungswert auf Werbeträgern und PKWs.

Die Initiative de Hille Tieden setzt sich seit 2019 für den Erhalt des Knüpfhandwerks der Vorpommerschen Fischerteppiche ein und sucht nach zeitgenössischen Antworten auf die Frage, wie es mit dem Handwerk heute weiter gehen kann.

Ein wichtiger Eckpunkt hierfür ist die Aufnahme des vorpommerschen Teppichknüpfhandwerk auf die Liste des immateriellen Kulturerbes der Bundesrepublik. Bis zum 30. November 2021 kann der Vorschlag für Mecklenburg-Vorpommern bei der UNESCO eingereicht werden.

Das Museum Wolgast unterstützt die Initiative mit Informationen zur Geschichte der Teppichknüpfkunst. 65 dieser Unikate, „Perser der Ostsee“ und weiter gewebte Wandbehänge befinden sich im Bestand des Hauses, ein Teil davon ist in der Knüpfstube im Handwerkeboden der Dauerausstellung ausgestellt.

 

 

Öffnungszeiten

Mai bis Oktober


Stadtgeschichtliches Museum

Dienstag - Sonntag 10:00 - 17:00 Uhr
feiertags 10:00 - 17:00 Uhr

Rungehaus

Samstag - Montag 10:00 - 16:00 Uhr

(und auf Nachfrage)


Kapelle St. Gertrud

Montag & Donnerstag 11:00 - 15:00 Uhr

Fährschiff "Stralsund"

Dienstag - Freitag 10:00 - 16:30 Uhr

 

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