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Öffnungszeiten

April - Oktober
Kaffeemühle, Rungehaus
Mo geschlossen
Di - Fr 11.00 - 18.00 Uhr
Sa u. So 11.00 - 16.00 Uhr
Fähre:  Juni, Juli, August wie Museum; sonst nach Absprache
Kapelle St. Gertrud auf Nachfrage
Führungen nach Vereinbarung
Telefon: 0 38 36/20 30 41
Start Einrichtungen Kaffeemühle Geschichten aus der „Kaffeemühle“ Geschichten aus der „Kaffeemühle“ (X)
Geschichten aus der „Kaffeemühle“ (X)

Diesmal stellen wir wieder ein Möbelstück in den Vordergrund, nämlich ei­nen alten Schrank.

Das älteste Möbelstück in der „Kaffeemühle“: ein Schrank aus der Renaissance, der über 400 Jahre alt sein dürfte.	Foto: Bre.„Mit ziemlicher Sicherheit ist er das älteste Möbelstück in unserem Museum“, beschreibt Barbara Roggow die Bedeu­tung dieses Zeitzeugnisses. Der Schrank stammt aus der Zeit um 1600, der Renais­sance. Zur Bestimmung der Entstehungszeit wurde auch der Greifswalder Restaurator Erik Seidel befragt. Anhand von Resten einer Bemalung und Schnitzereien konnte das Alter des Möbels, das sein Da­sein ganz unspektakulär als Werkzeugschrank in einem Wolgaster Keller fristete, in et­wa bestimmt werden. Durch Zufall - ihr Besuch bei einem Wolgaster galt eigentlich ei­nem anderen Gegenstand - ent­deckte Barbara Roggow ihn.
„An diesem Schrank sieht man gut den Übergang von Truhe zu Schrank“, erzählt sie. Ursprünglich habe man ausschließlich Truhen als Möbel gehabt, später wurde die platzsparen­de Möglichkeit von „Hochkant-Truhen“ entwickelt. Auch dieser Eichenschrank  konnte einst zum Transport ge­nutzt werden. An bei­den Seiten hat er Trage­griffe aus Eisen, die ge­nau mittig angebracht sind, um das Gleichgewicht beim Bewegen si­cherzustellen. Bei dem alten Wolgaster Schrank im Volkskunstzimmer des Museums fällt dem Betrachter al­lerdings auf, dass die Griffe nicht genau in der Mitte sitzen. „Das liegt daran, dass die Rückwand verfault war und abgesägt werden musste. Der Schrank hat dadurch in seiner Tiefe zwanzig Zentime­ter eingebüßt. Aber ob mit oder ohne Rückwand - sein Wert als stummer Zeuge der Wolgaster Geschichte bleibt unbesehen.    Bre.

Ostsee-Anzeiger, 24.10.2012

 

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