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Öffnungszeiten

April - Oktober
Kaffeemühle, Rungehaus
Mo geschlossen
Di - Fr 11.00 - 18.00 Uhr
Sa u. So 11.00 - 16.00 Uhr
Fähre:  Juni, Juli, August wie Museum; sonst nach Absprache
Kapelle St. Gertrud auf Nachfrage
Führungen nach Vereinbarung
Telefon: 0 38 36/20 30 41
Start Einrichtungen Kaffeemühle Geschichten aus der „Kaffeemühle“ Geschichten aus der „Kaffeemühle“ (II)
Geschichten aus der „Kaffeemühle“ (II)

In diesem Teil geht es um ein Modell des Wolgaster Schlosses, das sich in der ersten Etage des Stadtmuseums befindet.

Dieses Modell des Wolgastes Schlosses hat der Wismarer Künstler Michael Rogge anlässlich der Wiedereröffnung der „Kaffeemühle“ 1982 gefertigt. Foto:Bre.Geschaffen wurde es vom Wismarer Künstler Michael Rogge, der anlässlich der Neueröffnung des Museums 1982 dafür einen Auftrag erhalten hatte. Aus farbigem Holz hat Rogge die große Anlage auf der Schlossinsel im Kleinformat nachgestaltet. Möglich wurde ihm das durch historische Vorlagen. Er hielt sich beim Bau des Modells vor allem an einen Kupferstich aus dem Jahr 1633. In dieser - seiner letzten Phase – hatte das Wolgaster Renaissanceschloss Ähnlichkeit mit dem Schweriner Schloss.
Das Wolgaster Schloss wurde ab 1330 auf einer mittelalterlichen Burganlage errichtet. Der Umbau zum Residenzschloss der Pommernherzöge begann Ende des 15. Jahrhunderts und wurde unter den verschiedenen Herzögen immer wieder erweitert und modernisiert. Der Niedergang des Schlosses begann mit dem Tod des letzten pommerschen Herzogs Bogislaw XIV. in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts.
Der Kupferstich vom Wolgaster Schloss von 1633 diente Rogge als Vorlage zum Bau des Schlossmodells.In der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts war das Schloss noch zeitweilig Sitz des Generalgouverneurs von Schwedisch-Pommern Carl Gustav Wrangel. Nach Wrangels Niederlage gegen Brandenburgische Truppen wurde Wolgast 1675 belagert. Dabei wurde das Schloss von einer Kanonenkugel getroffen und in großen Teilen zerstört. Im Laufe der nächsten anderthalb Jahrhunderte verfielen die Reste und wurden teilweise abgerissen. Die baulichen Überreste wurden teilweise als Baumaterial für die nach dem Stadtbrand 1713 zerstörte Petri-Kirche und für das Wrangelsburger Schloss genutzt. Mitte des 19. Jahrhunderts wurden die Schlossruinen endgültig beseitigt. Heute gibt es nur noch wenige Spuren vom Schloss. Bei Ausgrabungen 2008 wurden Teile des Fundaments eines Treppenturms gefunden. Bekanntestes gerettetes Stück aus dem Schloss ist der Croyteppich aus der Zeit der Reformation. Ernst Bogislaw von Croÿ, Sohn der Herzogin Anna von Pommern, schenkte ihn 1687 der Greifswalder Universität. Er ist im Pommerschen Landesmuseum zu sehen. Bre.

Ostsee-Anzeiger, 29.08.2012

 

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